Naturnahe Bestattungsfläche „FriedWald“ am Möhnesee wird erweitert

Urnenbeisetzung im Wald erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit

Rund sechs Jahre nach der Eröffnung wird der FriedWald Möhnesee in Kooperation mit dem Ruhrverband und der Gemeinde Möhnesee erweitert. Die dafür notwendige Genehmigung hat der Kreis Soest im Dezember 2019 erteilt. Vorbehaltlich der noch ausstehenden Änderung der Friedhofssatzung durch die Gemeinde Möhnesee wird das Areal dann künftig 99 statt bisher 66 Hektar genehmigter Fläche umfassen.

Die Möglichkeit einer Urnenbeisetzung im Wald in unmittelbarer Nähe zu einer der größten Talsperren in NRW ist sehr beliebt. Seit der Eröffnung gab es dort mehr als 1.650 Beisetzungen. Die neue Fläche liegt östlich des Torhauses und nördlich des Wilhelmsruher Weges. Hier stehen überwiegend Eichen und Hainbuchen zur Auswahl. Das alternative Bestattungsangebot findet sich auf der Delecker Halbinsel am Nordufer des Möhnesees, rund 40 Kilometer östlich von Dortmund.

Die FriedWald GmbH aus Griesheim bei Darmstadt betreibt den FriedWald im Auftrag der Gemeinde Möhnesee. Die forstliche Bewirtschaftung des Waldes obliegt dem Ruhrverband. Zudem haben ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ruhrverbands Schulungen durchlaufen, die sie in die Lage versetzen, Interessierten das Konzept und die Bestattungsfläche vorzustellen, bei der Auswahl eines geeigneten Baumes zu beraten und die Angehörigen bei Trauerfeiern zu begleiten.

Der erste Bestattungswald in Deutschland wurde im Jahr 2001 bei Kassel eröffnet. Die Asche der Verstorbenen wird in speziell hierfür zugelassenen, biologisch abbaubaren Urnen unter zuvor ausgewählten Waldbäume beigesetzt. Pro Bestattungsbaum sind maximal zwanzig Grabstellen vorgesehen, die in einem Abstand von etwa drei Metern vom Stammfuß ausgehoben werden. Weitere Informationen unter www.friedwald.de/moehnesee