Grußworte zum Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu, und es ist an der Zeit, gemeinsam einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen.
2023 hat uns erneut vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt, sowohl hier in unserer Gemeinde als auch weltweit. Die Medienrückblicke verdeutlichen, wie ungewöhnlich dieses Jahr nicht nur für Deutschland, sondern global war.
Geprägt wurde dieses Jahr insbesondere durch die vielen Unruhen. Neben dem schon länger
andauernden Krieg in der Ukraine, kam noch ein weiterer durch den Terroranschlag der Hamas auf Israel hinzu. Leider ist nirgendwo ein Ende in Sicht.
Der unaufhaltbare Klimawandel, Naturkatastrophen wo man hinschaut, der Kampf um die
Fachkräfte, Preissteigerungen, vor allem bei den Lebensmitteln und ein angespannter
Wohnungsmarkt, besonders für bezahlbaren Wohnraum, geben immer mehr Anlass zur Sorge.
Auch unsere Gemeinde sah sich weiteren Herausforderungen gestellt, zuletzt durch den Cyberangriff auf unser gemeindliches Rechenzentrum, die SIT (Südwestfalen-IT), der die IT-Infrastruktur vollständig lahmlegte. Mein besonderer Dank gilt daher allen Kolleginnen und Kollegen, die jederzeit mit ins Rad gegriffen haben und es aktuell auch weiterhin tun. Nur so konnten wir einen Notbetrieb aufrechterhalten. Ohne dieses Miteinander hätten wir diese Probleme so nicht gemeistert. Eine große Aufgabe wird aber noch das Aufbereiten der Wochen, wo das Leben auch ohne IT weitergehen musste, die Verwaltung aber in Ihrem Handeln stark eingeschränkt war und noch ist.
Auch die notwendigen Steuererhöhungen im Haushalt sind sicher nicht vergnügungssteuerpflichtig und gehören nicht zu den beliebtesten Projekten einer Bürgermeisterin. Diese Entscheidung war nicht leicht, aber unumgänglich, um den finanziellen Handlungsspielraum unserer Gemeinde zu wahren.
Eine steigende Kreisumlage, sinkende Schlüsselzuweisungen, eine Erhöhung der Jugendamtsumlage, höhere konsumtive Ausgaben um Eigentum zu pflegen, keine sicher zu kalkulierbaren Einnahmen und vieles mehr ließen uns keine Wahl. Trotz der Steuererhöhungen bleibt ein Haushaltsdefizit von 3,1 Millionen €. Dieses muss aus der Ausgleichsrücklage genommen werden. Sondereffekte, wie in den letzten Jahren, sind sehr wahrscheinlich nicht zu erwarten. Wenn Sie doch kommen, können wir uns freuen. Die Verwaltung garantiert Ihnen auch weiterhin einen verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Ihren Steuergeldern.
Man sollte ehrlich damit umgehen, wenn es um das Thema Steuern geht. Geraten wir in die
Haushaltssicherung, haben wir keine Möglichkeit bei der zukünftigen Steuerung der Hebesätze Mitsprache auszuüben. Freiwillige Leistungen der Kommune sind dann nicht mehr möglich.
Allen Ratsvertretern, die der Verwaltung ihr Vertrauen in die Haushaltsplanungen geschenkt haben, möchte ich dafür besonders für das damit gezeigte Verantwortungsbewusstsein und die Zukunftsorientierung danken.
Nur noch selten hören wir gute Neuigkeiten und kaum etwas scheint in den altbekannten und eingespielten Bahnen zu laufen, vieles wirkt sogar beängstigend.
Doch blicken wir nicht nur zurück, welche Herausforderungen uns als Aufgaben von außen gestellt wurden, blicken wir auch darauf zurück, was MITEINANDER geschafft wurde und schauen wir, was noch zu tun ist.
In den kommenden Jahren wird unsere Gemeinde so viel investieren, wie lange nicht. Dafür haben der Rat und die Verwaltung in 2023 viel gemeinsam auf den Weg gebracht.
Das neue Hallenbad scheint in naher Zukunft endlich eröffnet zu werden. Wir warten noch auf die letzten zu ersetzenden Teile nach dem Einbruch. Der Probedurchlauf beim Befüllen des Wassers ist gut gelaufen.
Die Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes bezüglich der Feuerwehrgerätehäuser geht voran. Der Auftrag an einen Generalübernehmer ist erteilt. Dieser übernimmt die Umsetzung der Planungen für das neue Feuerwehrgerätehaus in Günne. Das Feuerwehrgerätehaus für Körbecke ist in der Planung weit vorrangeschritten. Der Bau soll hier 2025 an den Start gehen.
Die abgestimmten Mensaplanungen gehen ebenfalls voran, sodass wir auch hier einen Baustart für 2024 erhoffen.
Riesig gefreut habe ich mich über die 2 Förderempfehlungen mit einer Gesamtsumme von 4,4 Millionen aus dem Efre Programm „Erlebnis NRW – Zukunft von Kultur, Natur und nachhaltigem Tourismus gestalten“ als herausragende Projekte für Möhnesee.
1,8 Millionen für eine offene multifunktionale Datenplattform mit intelligentem
Gästelenkungssystem – das ist dann der 1. Meilenstein für die Beseitigung unserer
Verkehrsproblematik. 2,6 Millionen für den barrierefreien Anbau des Liz in Günne – ein langersehntes Projekt, welches dann nach über 10 Jahren endlich realisiert werden könnte.
Die letzten Arbeiten für den endgültigen Förderantrag sind erfolgt. Jetzt warten wir auf die
Förderbescheide, dann kann mit der Umsetzung in 2024 begonnen werden.
Auch das Mobilitäts- und Verkehrskonzept nimmt immer mehr Fahrt auf.
Die letzten Absprachen bezüglich der Ausschreibung für das Verkehrskonzept der Gemeinde
Möhnesee befinden sich im Endspurt. Sobald die Ausschreibung abgeschlossen und der Haushalt frei gegeben ist, kann der Auftrag erteilt werden.
Durch die Möglichkeiten, die das intelligente Gästelenkungssystem in Verbindung mit dem
Verkehrskonzept mit sich bringt, geht es nun mit den Sauerlandseen auf den Weg zum 2. Stern für die Regionale 2025. Dadurch sind die ersten Pflöcke eingeschlagen und danach können wir uns weiter auf den Weg machen in Richtung Modellkommune. Die Südwestfalen Agentur unterstützt uns dabei. Auf dem letzten Mobilitätsforum durfte ich unsere besondere gemeindliche Situation und die Idee der Modellkommune vorstellen.
In Körbecke wird am Berlingser Weg ein neuer Kindergarten durch den einen Träger gebaut. In Völlinghausen ist auch eine weitere Gruppe in Planung. Alle U3 als auch Ü3 Kinder müssten dann einen Platz in 2025 finden. So werden ausreichend ortsnahe Kitaplätze geschaffen.
Auch bei der Digitalisierung in unseren Schulen haben wir große Fortschritte gemacht. Auch der Glasfaserausbau für alle in Günne und Brüningsen könnte bald Realität werden. Die anderen Ortsteile haben wir für die Zukunft im Blick. In Neuhaus wird in 2025 der neue Funkturm an den Start gehen.
Die Dorfentwicklungskonzepte für Günne, Delecke und Völlinghausen werden stetig weiter
umgesetzt. Die Planung des Lunaparks geht in 2024 an die Umsetzung.
Durch eine breiter aufgestellte Öffentlichkeitsarbeit möchten wir Sie möglichst aktuell informieren.
Für die gute Zusammenarbeit mit dem WDR, Hellwegradio und dem Soester Anzeiger möchte ich auf diesem Wege Danke sagen.
Zusätzlich haben wir die Homepage mehr denn je mit Informationen aus dem Rathaus gefüttert – die Neugestaltung für eine bedienerfreundliche Homepage steht aber leider erst für 2024 auf der Agenda – der Cyberangriff hat uns einen Strich durch die Planungen gemacht. Wir sind auch bereits bei Facebook vertreten. Die Informationsplattform Instagram ist kurz vor der Umsetzung. Auch in der Tollpost erscheinen regelmäßig Informationen aus dem Rathaus und aktuelle Berichte von Projekten.
So versuchen wir neben den öffentlichen Medien auch die zu informieren, die dort nicht unterwegs sind. Für weiteren Informationsbedarf stehe ich für alle auch weiterhin in einem persönlichen
Gespräch im Rathaus oder auch vor Ort jeder Zeit zur Verfügung.
Viele weitere Projekte in der Seniorenarbeit, Flüchtlingsarbeit, Jugendarbeit, der Erinnerungskultur aber auch bei Straßenbaumaßnahmen wurden umgesetzt.
Das Projekt „Möhnesee Herzsicher“ ist an den Start gegangen und soll im nächsten Jahr weiter umgesetzt werden. Dafür brauchen wir noch Ihre Unterstützung. Der DRK Ortsverein e.V. hat ein Crowdfundingprojekt zusammen mit der Volksbank e.G. dafür angestoßen. So könnten in Zukunft in allen Ortsteilen öffentlich zugängliche Defibrillatoren bereitgestellt werden. Die Arbeit des Ehrenamtes wurde wieder durch den Heimatpreis gewürdigt. An dieser Stelle möchte ich nochmal „Danke“ sagen: Das Engagement in allen Altersgruppen für und in Möhnesee ist in jedem Ortsteil riesig, was unsere Gemeinde zu etwas ganz Besonderem macht. Sie und Ihr alle seid die wichtigste Säule unserer Gesellschaft. Ich freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit. In 2024 soll der als Dank für die geleistete Arbeit aller ehrenamtlich Engagierten der Ehrenamtstag eingeführt werden.

Henry Ford sagte einmal:
„Wenn alle gemeinsam vorankommen, dann stellt sich der Erfolg von selbst ein.“

Die Worte ermutigen uns, auch im kommenden Jahr den Weg des gemeinsamen Fortschritts
weiterzugehen. Unsere Gemeinde lebt von der Vielfalt der Ideen, dem respektvollen Umgang und der Bereitschaft, miteinander an der Zukunft zu arbeiten. Jeder von Ihnen trägt dazu bei, dass Möhnesee ein Ort ist, an dem sich alle willkommen und wertgeschätzt fühlen.
Machen Sie bitte weiter so! Ich bin zuversichtlich, dass wir im MITEINANDER die kommenden Herausforderungen meistern und unsere Gemeinde noch lebenswerter gestalten können.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen der Gemeinde Möhnesee einen gesunden und zuversichtlichen Jahreswechsel und alles erdenklich Gute für das neue Jahr.

Ihre Bürgermeisterin

Maria Moritz