Dauerhaftes Lärmdisplay am Möhnesee

LEADER-Projekt: Dauerhaftes Lärmdisplay am Möhnesee installiert

  • Anwohner sollen besser vor Lärm geschützt werden

Am Ortsausgang von Möhnesee-Stockum an der Biberstraße (L857) ist seit Mitte Dezember ein neues Lärmdisplay im Einsatz. Das fest installierte Gerät zeigt vorbeifahrenden Auto- und vor allem Motorradfahrern auf einem Display an, dass Sie zu laut und/oder zu schnell unterwegs sind. Die Lautstärke wird mit Hilfe eines Sensors gemessen und bei Überschreitung eines gewissen Dezibelwertes oder der Geschwindigkeit erscheint auf dem Display „Leiser!“ oder „Langsamer“. So sollen die Verkehrsteilnehmer direkt ein Feedback erhalten und ihre Geschwindigkeit und damit den Lärm drosseln.

Mirko Wolter (Gemeinde Möhnesee) und Wibke Kopper (Leader Lippe-Möhnesee)

Vor allem an den Sommerwochenenden sind die Straßen rund um den Möhnesee stark frequentiert. Immer wieder drehen gerade Motorradfahrer ihre Maschinen unverhältnismäßig hoch, was für die Anwohner eine große Lärmbelästigung darstellt. In einer ersten Testphase hatte die Gemeinde in den Sommermonaten die Möglichkeit ein mobiles Lärmdisplay in Betrieb zu nehmen.

Testphase im Sommer war erfolgreich- stationäres Display misst nun dauerhaft dank LEADER-Förderung

Das mobile Lärmdisplay war ebenfalls wechselnd am Ortsaus- und Eingang von Stockum eingesetzt und Mirko Wolter vom Bauamt der Gemeinde zog ein positives Fazit: „In den ersten drei Wochen konnten wir eine Besserung der Lärmbelästigung von rund 75 Prozent feststellen. Beim Auswerten des Langzeittests haben wir eine Reduzierung von 50 Prozent erreicht.“ Mit dem fest installierten Display, möchte die Gemeinde diese erfreuliche Tendenz nun fortsetzen. Über die LEADER-Förderung mit einer 80-prozentigen Förderquote ist es möglich, dass das Lärmdisplay nun mindestens für fünf Jahre in Stockum im Einsatz ist. Danach kann das Display auch an anderen Orten rund um den See eingesetzt werden.

Kleinprojekt der LEADER-Region Lippe-Möhnesee

Kosten Gesamtprojekt: 17.038,88 Euro. Fördersumme 13.636,11 Euro (Förderquote 80 Prozent)